23.03.2011 Die Ligurischen Häfen zu Gast in Stuttgart

Am Mittwoch, den 23. März 2011 präsentierten sich die Ligurischen Häfen der baden-württembergischen Wirtschaft. Die italienische Delegation wurde im Haus der Wirtschaft von Wirtschaftsstaatssekretär Richard Drautz begrüßt und präsentierte Branchenvertretern ökologische und wirtschaftliche Möglichkeiten für Verkehre nach Nordafrika und durch den Suezkanal.

Die Manager der ligurischen Häfen waren auf Initiative des Projekts TRANSITECTS nach Deutschland gekommen, um in Stuttgart ihre Häfen den Spediteuren und der verladenden Wirtschaft zu präsentieren.

Die ersten Kontakte zu den Häfen knüpfte bereits im November 2010 eine süddeutsche Delegation, die die drei Häfen Genua, Savonna und La Spezia besuchte.
Genua, Savona und La Spezia sind in die weltweiten Netze der Containerlinien eingebunden. Die großen Reedereien unterhalten von dort Direktverkehre zu allen wichtigen Häfen der Welt. Allerdings werden diese Verkehre aus unserer Region nicht genutzt, obwohl diese Häfen nicht weiter entfernt sind als die Nordseehäfen. Die Alpen sowie Staats- und Sprachgrenzen bilden bisher Hindernisse, die dazu führen, dass die Im- und Exportgüter in aller Regel den Weg über die Nordseehäfen und um Westeuropa herum nehmen, so dass sie von und nach Ostasien drei bis fünf Tage länger unterwegs sind, als eigentlich erforderlich wäre. Das führt auch zu einer höheren Umweltbelastung.

Das Management der Häfen diskutierte mit einhundert Branchenvertretern aus Baden-Württemberg sowie Staatssekretär Richard Drautz darüber, wie dies geändert werden könnte und welche Voraussetzungen aus deutscher Sicht hierfür geschaffen werden müssen. Mitveranstalter waren neben der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart unter anderem die italienische Handelskammer München und das Land Baden-Württemberg.

Programm

Präsentationen
Mittelmeerhäfen als Alternative zu den Nordhäfen – Holger Bach
Präsentation der ligurischen Häfen – Pietro Dante Oddone, Lorenzo Forcieri, Cristoforo Canavese
TRENITALIA- The Railway Partner between Italy and Germany – Fabio Consolo
HUPAC Net Work for Combined Traffic – Erasmo Simoncelli